Vorhang auf für einen besonderen Theaterabend! Am 18. Juni 2026 hieß es in unserer Schule: „Kunst trifft Theater“. Doch was ist eigentlich Kunst? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler des WPK-Theaters der Jahrgänge 7, 8 und 9 auf ganz unterschiedliche und kreative Weise nach. Die Antwort durfte das Publikum am Ende selbst mit nach Hause nehmen.
Rund 60 Schülerinnen und Schüler entwickelten über ein halbes Jahr hinweg eigene Sketche und Standbilder rund um das Thema Kunst. Dabei entstanden zahlreiche fantasievolle Ideen, die schließlich zu einem abwechslungsreichen Theaterprogramm zusammengefügt wurden.
Die intensive Arbeit mündete in der Theaterwoche. In dieser Woche fanden alle drei Jahrgänge ihren Platz im Abendprogramm. Gemeinsam probten sie, stimmten sich aufeinander ein und wuchsen zu einem großen Theaterensemble zusammen.
Der WPK 7 beschäftigte sich mit verschiedenen Situationen, die in Standbildern dargestellt wurden. So entstanden unter anderem eine trügerische Hochzeit, ein Museumsbesuch und ein Schachspiel. Mit eingefrorenen Momenten und ausdrucksstarken Körperhaltungen erzählten die Schülerinnen und Schüler ihre ganz eigenen Geschichten.
Im WPK 8 stand zunächst die Frage „Was ist Kunst?“ im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eigene Definitionen und näherten sich dem Begriff aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Dabei entstanden Interpretationen zu Themen wie Kochen, Formel 1, Tattookunst, Tanzen oder einem Maskenball. So wurde deutlich: Kunst kann überall dort entstehen, wo Menschen etwas gestalten, ausdrücken und mit anderen teilen.
Ein weiterer Höhepunkt war die kreative Interpretation bekannter Kunstwerke und Bilder. Die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs setzten unter anderem die Mona Lisa von Leonardo da Vinci, ein Foto des Schiefen Turms von Pisa, Wolf Vostells Dé-collage „Coca Cola“, das Gemälde „Dame mit Hund“ aus dem Barock, Graffitikunst sowie Vincent van Goghs „Sternennacht“ in Szene. Mit kurzen Sketchen hauchten sie den Bildern neues Leben ein und zeigten, dass Kunst nicht nur betrachtet, sondern auch gespielt, hinterfragt und neu interpretiert werden kann.
Die Aula war an diesem besonderen Abend mit zahlreichen Gästen gefüllt. Familien, Freunde, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie Kolleginnen und Kollegen waren gekommen, um die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne zu erleben. Die Begeisterung und die gespannte Aufmerksamkeit des Publikums waren während des gesamten Abends spürbar.
Am Ende stand schließlich die wohl schönste und zugleich treffendste Definition von Kunst: „Kunst sind wir.“ Alle Schülerinnen und Schüler versammelten sich auf der Bühne und bildeten gemeinsam den Abschluss dieses besonderen Abends.
Wir hatten Gänsehaut – und mit „Kunst sind wir“ hatten wir unsere ganz eigene Antwort auf die Frage gefunden, was Kunst sein kann.